
Für Menschen, die funktionieren, Verantwortung tragen und trotzdem spüren, dass Energie, Leichtigkeit und Verbindung zu sich selbst verloren gegangen sind. Lies weiter, wenn dein Alltag funktioniert, aber du selbst dabei zu kurz kommst.
Alessandro Scirè
Ernährung. Bewegung. Mindset.
Du stehst morgens auf. Du gehst deiner Arbeit nach. Du kümmerst dich um deine Familie. Du organisierst, entscheidest und erledigst, was gerade ansteht. Vielleicht merkt kaum jemand, wie viel Kraft dich das kostet.
Und sobald etwas Ruhe einkehrt, fehlt dir die Energie für die Dinge, die dir eigentlich guttun würden. Bewegung wird verschoben. Beim Essen entscheidest du spontan. Zeit für dich kommt irgendwann später. Du weisst, dass sich etwas verändern sollte. Aber dein Alltag wartet nicht darauf, bis du bereit bist.
Du spürst es schon länger: Dein Körper ist nicht mehr gleich belastbar. Verspannungen, Schmerzen, Müdigkeit oder innere Unruhe werden schnell Teil des Alltags. Trotzdem läuft alles weiter. Auch bei mir war das lange so.
Jahrelang hatte ich auf dem Bau gearbeitet. Frühes Aufstehen, körperliche Belastung, lange Tage und Müdigkeit gehörten einfach dazu. Beschwerden wurden ausgehalten. Erschöpfung wurde als normal betrachtet. Aufhören oder etwas grundlegend verändern fühlte sich nicht realistisch an.
Dann kam der erste Bandscheibenvorfall. Plötzlich ging es nicht mehr nur um einen müden Rücken oder ein paar Schmerzen nach einem langen Arbeitstag. Ich fiel eine Zeit lang aus. Zum ersten Mal stand die Frage deutlich im Raum:
Kommt dir das bekannt vor? Dein Körper zeigt dir etwas deutlich. Du nimmst dir vor, besser auf dich zu achten. Doch sobald es wieder ein wenig besser geht, kehrt der gewohnte Alltag zurück.
Was ich damals dachte
Nach dem Bandscheibenvorfall war klar: So wie bisher konnte es nicht einfach weitergehen. Trotzdem ging ich zurück in meinen alten Beruf. Nicht, weil alles wieder gut war, sondern weil das Bekannte greifbarer war als ein völlig neuer Weg.
Es gab Verantwortung. Es gab offene Fragen. Und es gab diese Hoffnung, dass mein Körper diesmal einfach mitmacht.
Rückblickend sehe ich: Ich wollte etwas verändern, aber ich hatte noch keinen Weg, der sich im echten Alltag machbar angefühlt hat.
Was ich heute weiss
Heute sehe ich: Der Wunsch nach Veränderung ist oft da. Was fehlt, ist ein Weg, der in den Alltag passt.
Arbeit, Familie, Termine, Müdigkeit, Verantwortung. Da wirkt ein grosser Neustart schnell wie eine zusätzliche Belastung.
Du weisst, dass dir mehr Energie, mehr Ruhe oder mehr Bewegung guttun würde. Und trotzdem bleibt es im Alltag liegen.
Nicht weil dir dein Wohlbefinden egal ist, sondern weil bisher kein Weg da war, der wirklich zu deinem Leben passt.
Von 2019 bis 2022 kam der Gedanke an einen Berufswechsel immer wieder. Ich wusste, dass mein bisheriger Weg nicht dauerhaft zu meinem Leben passt. Und trotzdem blieb vieles gleich. Ein besserer Tag beruhigte mich wieder. Ein paar ruhigere Wochen liessen die Zweifel kleiner werden. Dann war ich wieder mitten im gewohnten Ablauf.
Kennst du das? Du nimmst dir etwas vor. Dann wird es im Alltag kurz ruhiger. Du fühlst dich etwas besser. Und plötzlich wirkt die Veränderung nicht mehr so dringend. Bis die gleichen Signale wiederkommen.
Rückblickend wird mir klar: Veränderung beginnt oft lange, bevor sie von aussen sichtbar wird. Zuerst ist da nur dieser eine Gedanke: So möchte ich nicht für immer weitermachen.
2022 änderte sich mein Leben. Doch nicht automatisch mein Umgang mit mir selbst. Der alte Beruf lag hinter mir. Vor mir lag eine neue Lebensphase. Ich war viel für meine Familie und meine Kinder da. Gleichzeitig bildete ich mich weiter und suchte beruflich eine neue Richtung. Von aussen war die Veränderung endlich passiert.
Doch ein neuer Alltag löst alte Gewohnheiten nicht automatisch auf. Die Tage waren weiterhin voll. Mahlzeiten fanden nicht immer regelmässig statt. Bewegung hatte keinen festen Platz. Zeit für mich rutschte schnell ans Ende der Liste.
Doch alte Muster verschwinden nicht automatisch, nur weil sich äussere Umstände verändern. Wenn du dich weiterhin hinten anstellst, bleibt das Gefühl oft gleich.
Mein Leben war nicht schlecht.
Ich hatte Familie, neue Ziele und Aufgaben, die mir wichtig waren. Und trotzdem fehlte etwas.
Die Energie war nicht mehr dieselbe. Selbst schöne Momente kamen nicht mehr richtig bei mir an.
Besonders deutlich wurde mir das an einem Tag auf dem Vierwaldstättersee. Das Wasser. Die Berge. Die Ruhe. Meine Familie.
Eigentlich war alles da, was einen schönen Tag ausmacht.
Und trotzdem war mein Kopf bei allem, was noch erledigt werden sollte. Ich war körperlich anwesend. Aber innerlich nicht wirklich im Moment.
Da wurde mir klar: Ich wollte mein Leben nicht nur bewältigen. Ich wollte mich darin wieder spüren.
Auf den ersten Blick klingt das logisch.
Du weisst viel über gesunde Ernährung. Du kennst die Vorteile von Bewegung. Du hast schon mehr als einmal versucht, neue Gewohnheiten aufzubauen.
Und trotzdem hält die Veränderung im Alltag nicht lange.
Dann kommt schnell der Gedanke: Mit mir stimmt etwas nicht. Mir fehlt einfach die Disziplin.
Heute sehe ich das anders.
Kein kompletter Neustart. Keine radikale Ernährungsform. Kein Trainingsplan, der mein ganzes Leben bestimmte. Stattdessen begann ich, meine Mahlzeiten bewusster und regelmässiger zu gestalten. Nicht perfekt. Aber verlässlicher. Bewegung wurde nicht länger nur an Leistung gemessen. Sie sollte meinem Körper Stabilität geben und meinem Kopf guttun. Und wenn etwas nicht nach Plan lief, begann ich nicht jedes Mal wieder bei null.
Mehr Struktur beim Essen gab Energie.
Bewegung stärkte Körper und Kopf.
Ein anderer Umgang mit Rückschlägen nahm Druck heraus.
2025 kam der zweite Bandscheibenvorfall. Die Beschwerden waren wieder da. Auch die Einschränkungen. Aber diesmal traf es mich nicht mehr an derselben Stelle wie 2019. Nicht, weil es leicht war. Sondern weil ich inzwischen etwas aufgebaut hatte, worauf ich zurückgreifen konnte.
Meine Ernährung gab mir Struktur. Bewegung, soweit sie möglich war, gab meinem Körper Halt. Und mein Mindset half mir, den Rückschlag nicht sofort als persönliches Scheitern zu sehen.
Ein gesunder Lebensstil macht dich nicht unverwundbar. Er verhindert nicht jede schwierige Phase. Und er ersetzt keine medizinische Behandlung. Aber er kann dir helfen, stabiler durch belastende Zeiten zu gehen.
Der Rückschlag zeigte mir deshalb nicht, dass alles umsonst war. Er zeigte mir, wie wichtig die kleinen Veränderungen geworden waren.
Du weisst bereits vieles, was gesund wäre: regelmässiger essen, mehr Gemüse, mehr Bewegung, besser schlafen und Stress früher ernst nehmen. Trotzdem verändert sich im Alltag oft wenig, weil Wissen allein noch keinen Platz im echten Leben schafft.
Entscheidend ist nicht, ob eine Lösung auf dem Papier sinnvoll klingt. Entscheidend ist, ob sie zu deiner Arbeit, deiner Familie, deiner Energie, deinen körperlichen Möglichkeiten und zu den Tagen passt, an denen nicht alles nach Plan läuft.
Du brauchst deshalb keinen weiteren perfekten Plan. Du brauchst einen Weg, der zu deinem Leben passt und Schritt für Schritt umsetzbar wird.
Nimm dir einen kurzen Moment. Du brauchst nichts zu bewerten oder sofort zu verändern. Beobachte nur, welche Antworten auftauchen.
Am Morgen beim Aufstehen? Nach der Arbeit? Am Nachmittag? Wenn eigentlich Zeit für dich wäre?
Regelmässiger essen? Mehr Bewegung einbauen? Besser schlafen? Mehr Zeit für dich einplanen?
Ein strenger Ernährungsplan? Ein zu intensives Training? Zu viele Änderungen auf einmal? Ein Ansatz, der nur an perfekten Tagen funktioniert?
Deine Antworten zeigen nicht, was du falsch gemacht hast. Sie zeigen, wo dein Alltag bisher zu wenig berücksichtigt wurde.
Heute begleite ich Menschen nicht, weil mein eigener Weg perfekt verlaufen ist. Ich begleite sie, weil ich weiss, wie es sich anfühlt, Warnsignale zu sehen und trotzdem weiterzumachen.
Ich weiss auch, dass mehr Disziplin nicht automatisch zu mehr Stabilität führt. Veränderung wurde bei mir erst langfristig, als sie zu meinem wirklichen Alltag passte.
Wenn du bei den drei Fragen gemerkt hast, dass dein Alltag der eigentliche Schlüssel ist, dann lass uns genau dort gemeinsam hinschauen. Im kostenlosen Erstgespräch nehme ich mir Zeit für dich, schauen, wo du gerade stehst, was dir im Alltag Energie nimmt und welcher erste kleine Schritt wirklich zu deinem Leben passt.
Alessandro Scirè
Ernährung. Bewegung. Mindset.
Wenn dein Alltag läuft, aber du selbst darin verloren gehst