
Du funktionierst. Du trägst Verantwortung. Vielleicht ist von aussen sogar vieles gut.
Und trotzdem fehlt etwas.
Energie. Ruhe. Leichtigkeit. Und dieses Gefühl, dich in deinem eigenen Alltag wieder wohlzufühlen.
Ich kenne diesen Punkt.
Lange glaubte ich, dass sich zuerst die Umstände verändern sollten.
Heute weiss ich: Veränderung beginnt mitten im echten Leben.
Alessandro Scirè
Ernährung. Bewegung. Mindset.
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Du stehst morgens auf. Arbeit, Familie, Termine, Verpflichtungen.
Es gibt Dinge zu organisieren, Entscheidungen zu treffen und Menschen, für die du da sein möchtest.
Der Tag läuft.
Nur du selbst kommst irgendwo dazwischen immer wieder zu kurz.
Beim Essen wird genommen, was gerade passt. Bewegung verschiebt sich auf später. Am Abend fehlt die Energie für Dinge, die eigentlich guttun würden.
Und irgendwann fühlt sich genau das normal an.
Nicht richtig schlecht. Aber auch nicht richtig gut.
So war es bei mir lange.
Ich funktionierte. Und merkte immer weniger, wie viel Kraft mich das eigentlich kostete.
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Ich hatte jahrelang auf dem Bau gearbeitet.
Früh aufstehen. Körperliche Arbeit. Lange Tage. Schmerzen und Müdigkeit gehörten für mich irgendwann einfach dazu.
Ich dachte nicht gross darüber nach.
Bis 2019 mein erster Bandscheibenvorfall kam.
Plötzlich konnte ich nicht einfach weitermachen wie bisher.
Der Rücken war das deutliche Signal.
Rückblickend begann das Problem aber viel früher.
Ich hatte mich daran gewöhnt, Warnzeichen zu übergehen. Müdigkeit auszuhalten. Mich selbst hinten anzustellen.
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Nach dem Bandscheibenvorfall dachte ich oft über einen Berufswechsel nach.
Trotzdem ging ich zurück.
Das Bekannte fühlte sich sicherer an als ein komplett neuer Weg.
Und sobald es meinem Rücken etwas besser ging, wurde auch der Gedanke an Veränderung wieder leiser.
Vielleicht kennst du das.
Du möchtest mehr Bewegung. Regelmässiger essen. Früher schlafen. Mehr Zeit für dich haben.
Dann wird es ein paar Tage ruhiger.
Du fühlst dich etwas besser.
Und plötzlich scheint die Veränderung gar nicht mehr so dringend.
Bis irgendwann wieder dieser Gedanke kommt:
So möchte ich eigentlich nicht weitermachen.
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Ich dachte lange:
Wenn der Job anders ist, wird es leichter.
Wenn ich mehr Zeit habe, kümmere ich mich besser um mich.
Wenn diese anstrengende Phase vorbei ist, fange ich richtig an.
2022 änderten sich meine Umstände tatsächlich.
Der alte Beruf lag hinter mir. Ich war viel für meine Kinder da, bildete mich weiter und suchte beruflich eine neue Richtung.
Eigentlich hätte jetzt alles leichter werden sollen.
Wurde es aber nicht.
Die Tage waren weiterhin voll. Ich ass oft nebenbei. Bewegung hatte keinen festen Platz. Meine Gedanken waren ständig bei der nächsten Aufgabe.
Da begann ich zu verstehen:
Ein anderer Alltag verändert nicht automatisch die Muster, die man mitnimmt.
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Gerade deshalb war es so leicht, dieses Gefühl lange wegzuschieben.
Ich hatte eine Familie, die mir unglaublich wichtig ist. Neue Ziele. Möglichkeiten. Menschen um mich herum, die ich liebe.
Und trotzdem fehlte mir etwas.
Ich hatte weniger Energie. War gedanklich oft schon beim nächsten Punkt. Selbst schöne Momente kamen nicht immer richtig bei mir an.
Auf dem Vierwaldstättersee wurde mir das einmal besonders bewusst.
Meine Familie war da. Die Berge. Das Wasser. Ein wunderschöner Tag.
Und mein Kopf?
Bei allem, was später noch anstand.
Ich war dort. Aber innerlich schon wieder irgendwo anders.
Da wurde mir klar:
Ich möchte mein Leben nicht einfach bewältigen. Ich möchte mich darin wieder wohlfühlen.
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Du schläfst anders. Bewegst dich mehr. Isst vielleicht bewusster. Hast mehr Zeit für Gespräche. Der Kopf wird ruhiger.
Und dann nähert sich der letzte Ferientag.
Schon beim Gedanken an Montag verändert sich das Gefühl.
Arbeit. Termine. Einkaufen. Verpflichtungen.
Jetzt beginnt wieder der Alltag.
Genau dieser Gedanke sagte mir viel.
Ich wollte nicht länger auf Ferien oder ruhigere Phasen warten, um mich wieder besser zu fühlen.
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Konsequenter essen.
Regelmässiger trainieren.
Besser planen.
Weniger Ausnahmen.
Das klingt logisch.
Und genau deshalb versuchen wir es immer wieder.
Ein neuer Plan funktioniert ein paar Tage oder Wochen. Dann kommt ein voller Arbeitstag. Ein krankes Kind. Schlechter Schlaf. Schmerzen. Eine Einladung. Ein stressiger Monat.
Und der Plan beginnt zu bröckeln.
Bei mir kam dann immer wieder derselbe Gedanke:
Ich bin einfach nicht konsequent genug.
Heute sehe ich es anders.
Das Problem war nicht, dass mir Wissen fehlte.
Ich brauchte Lösungen, die auch dann funktionieren, wenn der Tag nicht perfekt läuft.
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Ich stellte nicht mein ganzes Leben auf den Kopf.
Ich begann genauer hinzuschauen.
Wann fehlt mir Energie?
Warum esse ich an manchen Tagen völlig unregelmässig?
Wann tut mir Bewegung gut?
Was hilft mir, wenn wenig Zeit da ist?
Aus diesen Fragen entstanden nach und nach neue Gewohnheiten.
Regelmässiger und bewusster essen gab meinen Tagen mehr Struktur und Energie.
Bewegung war nicht mehr nur Training. Sie wurde etwas, das meinem Körper und meinem Kopf guttat.
Ich hörte auf, einen schwierigen Tag als kompletten Rückschritt zu sehen.
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2025 kam erneut ein Bandscheibenvorfall.
Die Schmerzen waren wieder da. Einschränkungen ebenfalls.
Natürlich war das frustrierend.
Aber etwas war anders als früher.
Ich hatte inzwischen feste Routinen.
Struktur beim Essen.
Bewegung im Rahmen dessen, was möglich war.
Und einen anderen Umgang mit Tagen, an denen wenig ging.
Ein gesunder Lebensstil schützt nicht vor jeder Krankheit und ersetzt keine medizinische Behandlung.
Aber ich merkte etwas Entscheidendes:
Was ich mir aufgebaut hatte, war nicht plötzlich wertlos. Gerade in dieser Phase half es mir.
Für mich bedeutet Stabilität heute nicht, dass immer alles gut läuft.
Sondern dass ich weiss, worauf ich zurückgreifen kann, wenn es schwierig wird.
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Früher dachte ich: Wie werde ich endlich konsequenter? Inzwischen weiss ich: Die besseren Fragen liegen näher am echten Alltag.
Mit welcher Energie möchtest du morgens aufstehen? Wie möchtest du nach der Arbeit noch für deine Familie da sein?
Ein guter Plan bringt wenig, wenn er nur an den besten Tagen funktioniert.
Genau dort beginnt Veränderung.
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Beim Lesen hast du vielleicht gemerkt, dass nicht ein einzelner Bereich das Problem ist. Ernährung, Bewegung, volle Tage und Gewohnheiten wirken zusammen.
In einem kurzen persönlichen Gespräch schauen wir gemeinsam auf deine Situation und darauf, was dich bisher immer wieder zurückhält.
Damit du weisst, wo du ansetzen kannst, statt einfach wieder etwas Neues auszuprobieren.
Alessandro Scirè · Ernährung. Bewegung. Mindset.
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Wenn dein Alltag läuft, aber du selbst darin verloren gehst